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Funktionsweise

EtherNet/IP läuft auf Standard-Ethernet-Hardware und nutzt zur Datenübertragung sowohl TCP/IP als auch UDP/IP. Durch die vom CIP-Protokoll unterstützte Producer-Consumer-Funktionalität stehen mit EtherNet/IP unterschiedliche  Kommunikationsmechanismen zur Verfügung, wie zum Beispiel zyklisches Polling, zeit- oder ereignisgesteuerte Auslösung, Multicast- oder einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Das Anwendungsprotokoll CIP unterscheidet zwischen „impliziten“ E/A-Nachrichten und „expliziten“ Frage/Antwort-Telegrammen zur Konfiguration und Datenerfassung. Während explizite Nachrichten in TCP-Frames eingebettet werden, werden Daten für Echtzeitanwendungen wegen des kompakteren Formats und kleineren Overheads per UDP versendet. Zeit­kritische Daten erhalten durch ein VLAN-Flag im Header des Ethernet-Frames eine Priorisierung. Switches, die den Mittelpunkt der  sternförmigen Netzwerktopologie bilden, verhindern Datenkollisionen der über Punkt-zu-Punkt-Verbindung angeschlossenen Geräte. EtherNet/IP erreicht typischerweise weiche Echtzeit mit Zykluszeiten um die 10 Millisekunden. Durch die derzeit noch nicht verfügbare Protokollerweiterung CIPSync und CIPMotion und die präzise Synchronisierung der Teilnehmer durch verteilte Uhren (entsprechend der IEEE-Norm 1588) sollen genügend kleine Zykluszeiten und Jitter zur Ansteuerung von Servomotoren erreicht werden.