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Zebra Open Safety

Funktionsweise

Anders als beim Standard-Ethernet wird bei Modbus-TCP der Zugriff der Teilnehmer auf das Netz nicht per CSMA/CD-Verfahren in der Sicherungsschicht, sondern nach dem Client/Server-Prinzip in der Anwenderschicht gesteuert. Das heißt, dass jedes Gerät im Netz eine eindeutige Adresse zugewiesen bekommt und nur senden darf, wenn es nach einer entsprechenden Anfrage beim Master explizit die Aufforderung erhält. 

Die versendeten Parameter und Daten werden dabei nach dem Encapsulation-Prinzip in den Nutzdatencontainer eines TCP-Telegramms eingebettet. Dabei bekommen die Nutzdaten einen „Modbus Application Header“ (MBAP), der dem Server die eindeutige Interpretation der empfangenen Modbus-Parameter und Befehle ermöglicht. Pro TCP/IP-Telegramm darf nur ein Modbus-Anwendungstelegramm eingebettet werden.

Wie alle TCP-basierten Protokolle (TCP steht für Transmission Control Protocol) arbeitet auch Modbus-TCP verbindungsorientiert, was bedeutet, dass vor der Datenübertragung zwischen Master und Slave eine zuverlässige Verbindung geschaltet wird, die garantiert, dass die Daten vollständig und in der richtigen Reihenfolge ankommen. Bei stehender Verbindung können Client und Server beliebige Mengen an Nutzdaten übertragen. Bei der zyklischen Übertragung von Ein- und Ausgangsdaten bleibt die Verbindung zwischen Client und Server permanent bestehen, für Servicedaten wird sie nur für die Dauer der Übertragung aufgebaut. Server und Client können gleichzeitig mehrere TCP/IP-Verbindungen aufbauen.