FEEL SAFE ABOUT IT?

Zebra Open Safety

Historie von Aufwand und Kosten

Steigende Entwicklungskosten bei Kommunikationssystemen

Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der busbasierten Automatisierung veranschaulicht das mit steigender Komplexität wachsende Investitionsrisiko. Zehn Jahre nachdem der erste Feldbus eingeführt wurde, gab es bereits eine große Anzahl unterschiedlicher Systeme. Es begann ein zähes Ringen um Standardisierung und Normierung der Technologie, das Branchenkennern bis heute unter dem Namen „Feldbuskrieg“ geläufig ist und erst mit der Verabschiedung der IEC-Norm 61158 ein Ende finden sollte. Eine Kompatibilität der Systeme wurde dadurch allerdings nicht erreicht. Doch die Entwicklungskosten für die Busse der ersten Generation waren vergleichsweise niedrig, das Marktpotential aber groß. Die nächste Stufe der Entwicklung bestand im Einzug der Ethernettechnik in die industrielle Datenkommunikation. Damit war die Erwartung verbunden, dass sich ein einheitlicher Standard durchsetzt. Doch durch sehr unterschiedliche Ansätze verschiedener Hersteller, mit dieser Technik Echtzeit zu erreichen, wiederholte sich der Feldbuskrieg. Unter einer Vielzahl von Systemen erreicht heute rund ein halbes Dutzend hohe Marktanteile: Profinet, Modbus TCP, Ethernet /IP, die weiche Echtzeit erreichen, sowie die Systeme für harte Echtzeit POWERLINK, EtherCAT und Sercos III. Während die Entwicklungskosten beim Industrial Ethernet im Vergleich zu den herkömmlichen Feldbussen etwas stiegen, verringerte sich das Umsatzpotential. Doch insgesamt erhöhte sich das Investitionsrisiko für den Hersteller nur geringfügig.

 

Spezialfall Safety-Technologie

Gänzlich anders gestaltet sich allerdings der Aufwand für die Entwicklung und Zertifizierung von Produkten, die gemäß der IEC-Norm 61508 zur „Funktionalen Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer, elektronischer und programmierbar elektronischer Systeme“ für den Einsatz in sicherheitskritischen Bereichen bestimmt sind. Gegenüber nicht-sicherer Feldbustechnologie verzehnfachen sich hier die Kosten der Entwicklung, zudem werden vom Hersteller weitreichende Erfahrung mit der Interpretation der Normen sowie spezielles Methodenwissen abverlangt. Durch das Verhältnis von hohem Aufwand und Kosten zu einem derzeit vergleichsweise überschaubaren Absatzmarkt würde ein „Kampf der Systeme“, die weitere Entwicklung busbasierter Safety-Technologie behindern. Beispielsweise wären Sensorhersteller mit einem immensen Aufwand und Risiko konfrontiert, wenn sie ihre Produkte unter Einhaltung der Sicherheitsnormen zu mehreren verschieden Safety-Protokollen kompatibel entwickeln müssten.

 

Die Lösung: openSAFETY

Als erprobtes, nicht-proprietäres System bietet openSAFETY hier eine Lösung, von der Hersteller und Anwender gleichermaßen profitieren. Dank des Black-Channel-Prinzips, durch das sich das Sicherheitsprotokoll für den Einsatz mit allen Feldbus- und Industrial-Ethernet-Technologien eignet, können sich Hersteller von Safety-Technik auf ein einheitliches System konzentrieren und müssen so für alle Standard-Feldbusse nur eine einzige Safety-Entwicklung durchführen. Der Aufwand und das Investitionsrisiko sinken dadurch drastisch. Genauso profitieren Anlagenbetreiber von openSAFETY. Sie sind für die Sicherheit ihrer Anlage verantwortlich, haben aber in der Regel keinen Einfluss darauf, welche Kommunikationssysteme in der Anlage zum Einsatz kommen. Diese werden durch die jeweils von den Maschinenherstellern verwendeten Steuerungen vorgegeben. Mit openSAFETY steht dem Anlagenbetreiber eine einheitliche Safetylösung für das komplette heterogene Steurungsnetzwerk zur Verfügung.